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Netzwerke. Anknüpfen und Gestalten

Zweiter Fachtag für Netzwerkpraktikerinnen und Netzwerkpraktiker in Wiesbaden
Netzwerke. Anknüpfen und Gestalten
Netzwerke. Anknüpfen und Gestalten
Der Blick auf konkrete Netzwerke lohnt sich. Ein neues Tool will Impulse geben, darüber nachzudenken. © Bistum Limburg

Wiesbaden - "Eine anregende Mischung aus Theorie und Praxis" resümiert ein Teilnehmer den Fachtag für NetzwerkerInnen, zu dem die Abteilung 'Pastoral in Netzwerken' und die Fachstelle für Familienpastoral ins Wilhelm-Kempf-Haus nach Wiesbaden eingeladen haben. Beteiligt haben sich Interessierte aus kategorialen Seelsorgefeldern und Pfarreien. Das Pastoralteam aus Hofheim hat den Tag als inhaltlichen Impuls für den gemeinsamen Teamprozess genutzt. Die Grundlagen des Netzwerkens, wie unterschiedliche Koordinierungsformen und Merkmale von Netzwerkarbeit, erläuterte Dr. Antje Goy, die aus einem breiten Erfahrungschatz als Organisationsentwicklerin und Netzwerkerin schöpfen kann. Bei der Begegnung mit zwei  Praxisbeispielen, der Netzwerkinitiative Rhein.Main.Fair und einem exemplarischen Netzwerk aus dem Bereich der Familienpastoral in Diez, 'Kinder in die Mitte' , konnten die TeilnehmerInnen den Weg von einer ersten Idee, den passenden Arbeitswerkzeugen und Haltungen bis zur Realisierung eines geteilten Anliegens nachvollziehen. Die beiden Praxisbeispiele verdeutlichen auch, dass die Kirche nicht nur als Initiatorin von Netzwerken auftreten muss, sondern auch sensibel für Verbündete und zivilgesellschaftlichen Initiativen sein sollte. Im Netzwerk Rhein.Main.Fair engagieren sich das Land Hessen, Kommunen, verschiedene Vereine und Kirchen für Nachhaltigkeit und Fairen Handel. Für die katholische Kirche im Bezirk Main-Taunus bietet das Netzwerk die Möglichkeit, auch eigene Impulse wie die Sorge um die gemeinsame Schöpfung einzubringen. Einfach mal machen, fehlerfreundlich und mit viel Offenheit, für das was sich vor Ort zeigen wird, das sind Haltungen, mit denen die Netzwerk-Initiative in Diez unterwegs ist. Die Erfahrungen hier ermutigen auch mit einfachen Mitteln etwas auszuprobieren. „Netzwerkarbeit ist eine besondere Arbeitsform, die den Blick weitet vom eigenen Pfarrgebiet hin zu den Ressourcen und Beziehungen im Sozialraum. Sie bietet die Gelegenheit, mit Menschen unmittelbar in Kontakt zu treten und gemeinsame Anliegen voranzubringen." In diesem Sinne versteht Susanne Gorges-Braunwarth, Leiterin der Abteilungs Pastoral in Netzwerken, die Arbeit als einen gewichtigen Beitrag zur Kirchenentwicklung.